La Financière de l’Echiquier veröffentlicht den zweiten Umweltverträglichkeitsbericht von Echiquier Positive Impact Europe

La Financière de l’Echiquier veröffentlicht den zweiten Umweltverträglichkeitsbericht von Echiquier Positive Impact Europe

La Financière de l’Echiquier veröffentlicht den zweiten Umweltverträglichkeitsbericht von Echiquier Positive Impact Europe

 

La Financière de l’Échiquier (LFDE), Pionier im Bereich Impact Investing an den Börsenmärkten, veröffentlicht den zweiten Umweltverträglichkeitsbericht von Echiquier Positive Impact Europe, ein 2017 aufgelegter Impact-Fonds[1]. Der mit der Unterstützung eines unabhängigen Experten, Better Way, erstellte Bericht misst konkret die durch die in die Unternehmen im Portfolio getätigten Anlagen erzielten positiven Auswirkungen im Hinblick auf die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der UNO[2].

Hier ein Beispiel: Eine Million Euro, die in den Echiquier Positive Impact Europe investiert werden, tragen dazu bei:

  • 1489 Patienten medizinisch zu versorgen | SDG 3 Gesundheit und Wohlergehen
  • die Emission von 186 Tonnen CO2 dank der Erzeugung von erneuerbaren Energien oder der Verbesserung der Energieeffizienz zu vermeiden | SGD 7 Bezahlbare und saubere Energie

Dieser Bericht, der im Einklang mit LFDEs Streben nach größtmöglicher Transparenz gegenüber den Anlegern steht, verdeutlicht LFDEs Willen, Impact Investing an den Börsenmärkten, das für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft entscheidend ist, voranzutreiben. Als Mitglied des Global Impact Investing Network (GIIN) beteiligt sich LFDE ebenfalls an zahlreichen Arbeitsgruppen und Initiativen im Finanzsektor zur Förderung des Impact Investing.

Impact Investing ist die nächste Stufe der sozial verantwortlichen Investments. Wir wollen unseren Beitrag und unser Engagement für Impact Investing weiter intensivieren, weil wir mehr denn je von der absoluten Notwendigkeit, ein robusteres und nachhaltigeres Ökosystem zu bauen, überzeugt sind.“

erklärte Sonia Fasolo, SRI-Managerin und Fondsmanagerin des Echiquier Positive Impact Europe.

Klicken Sie hier, um den zweiten Umweltverträglichkeitsbericht von Echiquier Positive Impact Europe zu lesen

[1] Der Begriff Fonds bezeichnet eine SICAV.
[2] Stand der Daten: 31.12.2019

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Jetzt ist der Tag danach!

Jetzt ist der Tag danach!

 

Die derzeitige beispiellose Krise lehrt uns vieles: Die Gesellschaft hat den Lockdown der Wirtschaft, die Beschneidung der Bewegungsfreiheit und die bewusste oder erzwungene Reduzierung des Konsums akzeptiert. Staaten, Unternehmen und Menschen haben gezeigt, dass sie zu gewaltigen Opfern bereit sind, wenn das Leben Hunderttausender auf dem Spiel steht.

Es wäre aber vermessen zu glauben, dass COVID-19 die einzige große Bedrohung ist, die auf uns zukommen kann. Die Erderwärmung und ihre Folgen fordert jedes Jahr bereits zahlreiche Opfer, und das ist, sofern keine radikalen Maßnahmen ergriffen werden, erst der Anfang. Wenn uns der Lockdown eines verdeutlicht hat, dann, wie schnell die Natur Oberhand gewinnen kann, um unserem Planeten eine Atempause zu gönnen. Er zeigt uns aber auch, dass diese Atempause nur von kurzer Dauer ist, wenn zwischen dem „Tag danach“ und dem „Tag davor“ nichts passiert. Doch es gibt viel Grund zur Hoffnung.

Mobilisierung der Staaten

Zahlreiche europäische Länder haben sich dafür eingesetzt, dass die wirtschaftlichen Hilfspakete an eine grüne Komponente geknüpft werden. Einer der drei Pfeiler des von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Wiederaufbauprogramms für die Jahre 2021 bis 2024 greift Elemente des „Green Deals“ auf. Dieser Deal setzt eine positive Dynamik in Gang, denn er schafft Wachstum und Arbeitsplätze. Die Kommission schätzt, dass sich das europäische BIP durch die Erreichung der Klimaziele um 1 Prozent erhöht und 1 Million neue Arbeitsplätze geschaffen werden, die Europa so dringend braucht.

Vorbildliches Verhalten der Unternehmen

Viele Unternehmen haben sich in der Krise mobilisiert und konkrete Beispiele dafür geliefert, was es bedeutet, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Die Herstellung von Schutzmasken oder Desinfektionsgel, die Kürzung oder Streichung von Dividenden, der Verzicht auf einen Teil der Vergütung seitens der Führungskräfte – spontane Initiativen gab es zuhauf. In Frankreich gaben Unternehmen wie LVMH, L’Oréal, Air Liquide und Somfy den Ton an. Unternehmenschefs aller Wirtschaftsbranchen – darunter auch der Chef von La Financière de l’Echiquier – haben sich der Green Recovery Alliance angeschlossen und sich verpflichtet, die Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel fortzusetzen oder gar zu intensivieren, damit der Wiederaufbau nach der Corona-Krise nicht zu Lasten des Planeten geht.

Durch die Aktionäre erzwungener Mentalitätswandel

Trotz der Gesundheitskrise hielten nachhaltige Investoren an ihren Zielen fest und die ermutigende bis hervorragende relative Performance während der Talfahrt der Märkte im Februar und März gab ihnen Recht. Sie haben den Druck auf Unternehmen zugunsten konkreter Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels nicht verringert. So hat ein Zusammenschluss von Investoren eine Beschlussvorlage auf der Hauptversammlung von Total eingebracht, um den Ölgiganten zur Festlegung von CO2-Zielen im Einklang mit den Zielsetzungen des Pariser Abkommens zu zwingen. LFDE – La Financière de l’Echiquier hat diese Beschlussvorlage unterstützt, denn selbst wenn die erforderliche Stimmenzahl letztendlich nicht erreicht wurde, veranschaulicht die Initiative, dass nachhaltige Investoren, deren Einfluss zahlenmäßig und in Bezug auf das verwaltete Vermögensvolumen stetig steigt, inzwischen in die Offensive gehen.

Verhaltensänderungen nach Corona

Alle diese Änderungen können nur dann von Dauer sein, wenn alle, d. h. Wähler, Verbraucher und Anleger, diese Krise als Chance für nachhaltige Verhaltensänderungen sehen und nutzen. Der Gesundheitsnotstand hat uns somit praktisch gezwungen, uns „als menschliche Spezies zu besinnen“. In seinem Buch „The Green New Deal“ verwendet Jeremy Rifkin diesen Ausdruck, um die Leser aufzurütteln und sie zum Kampf gegen den Klimawandel aufzurufen, denn das Überleben unserer Spezies stehe auf dem Spiel. Der Mentalitätswandel wird sich beschleunigen und andere Konsumgewohnheiten (mehr Produkte von lokalen Erzeugern, nachhaltige Lieferketten usw.) und auch veränderte Anlageentscheidungen zur Folge haben. Nach 2019, einem Jahr, in dem europäische Investoren ihr in Nachhaltigkeitsfonds investiertes Kapital im Vergleich zu 2018 mehr als verdoppelt hatten, war Anfang 2020 die gleiche Dynamik zu verzeichnen. Hoffnungsschimmer, die daraufhin deuten können, dass der „Tag danach“ weitaus (oder nur geringfügig?) anders aussehen könnte, als der „Tag davor“.

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Haben Sie „reduzieren“ gesagt?

Haben Sie „reduzieren“ gesagt?

 

Der Klimawandel ist längst eine Realität – der Countdown läuft. Die Frage ist nicht mehr, ob wir reagieren sollten, sondern wie. Diese Frage muss sich jeder für seinen Bereich stellen – Privatpersonen, Unternehmen, Staaten –, doch die Antwort ist nicht einfach. Da mehrere Aktionsmöglichkeiten angeboten werden: Wie können Anleger ihren Impact maximieren?

TECHNOLOGISCHE INNOVATIONEN IM DIENSTE VON IMPACT?

Der erste Lösungsansatz ist heute die technologische Innovation. Der Fortschritt ermöglicht Lösungen für zahlreiche Umweltprobleme, da er uns Alternativen zu unserem Lebensstil zur Verfügung stellt. So können wir unsere Autos mit Verbrennungsmotoren durch Elektroautos ersetzen und unsere Kohlekraftwerke durch Windparks oder Photovoltaikanlagen. Recht komfortable Alternativen, die keine grundlegende Umstellung unserer Gewohnheiten und unseres Konsumverhaltens voraussetzen. Indes stehen sie aufgrund der mangelnden Distanz und Objektivität in Bezug auf ihre tatsächlichen Auswirkungen immer wieder in der Kritik. Kontrovers diskutiert werden vor allem die verdeckten Kosten für die Umwelt und ihre Rebound-Effekte1. Der Studie eines US-amerikanischen Think Tanks zufolge bewirkt der Rebound-Effekt auf gesamtgesellschaftlicher Ebene, „dass immer dann, wenn in puncto Energieeffizienz zwei Schritte nach vorne gemacht werden, es wieder einen Schritt oder mehr zurückgeht, so dass unter Umständen sämtliche anfänglichen Einsparungen wieder zunichte gemacht werden2“. Wenn sich neue Technologien als tragfähige Alternativen für den Umweltschutz durchsetzen wollen, müssen sie sämtliche Auswirkungen hinterfragen.

Die CO2-Kompensation als Option

Auch wenn sich dies als ökologisch kontraproduktiv erweisen könnte, entscheiden sich immer mehr Akteure für die Kompensation ihrer CO2-Emissionen. Eine der gängigsten Lösungen ist die Aufforstung. Da bekannt ist, dass die natürlichen CO2-Binder – Ozeane, Pflanzen, Böden – durchschnittlich die Hälfte der jährlichen CO2-Emissionen absorbieren, scheint diese Lösung sinnvoll.3 Es reicht nicht, dass einige Ölkonzerne und Fluggesellschaften ankündigen, Bäume pflanzen zu wollen, um kohlenstoffneutral zu werden, denn dies ist wahrlich kein Freibrief für umweltschädliche Aktivitäten. Eine Kompensation muss grundsätzlich mit einer erheblichen Reduzierung der Umweltbelastung einhergehen. Zudem ist Aufforstung zwar eine effiziente Möglichkeit zur Bindung von CO2, nur müssen bestimmte Bedingungen vorhanden sein, was selten der Fall ist. Der Wald muss verantwortungsbewusst bewirtschaftet werden, um die Biodiversität zu erhalten oder wiederherzustellen. Und sobald der Wald ausgereift ist, muss das geschlagene Holz für die Herstellung von dauerhaften Produkten verwendet werden, statt zu verrotten, weil es sonst das während seiner Lebensdauergebundene CO2 wieder in die Atmosphäre abgibt.

DIE BESTE ALLER LÖSUNGEN: DIE REDUZIERUNG DER UMWELTBELASTUNG

Angesichts dieser durchwachsenen Schlussfolgerungen gibt es bei einer Lösung offenbar einen Konsens – bei der Reduzierung der Umweltbelastung. Sie bildet das Kernelement im Szenario des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) zur Erreichung des Zwei-Grad-Ziels zur Begrenzung der Erderwärmung. Die gute Nachricht ist, dass das Impact-Potenzial gewaltig ist und dass jeder einzelne von uns einen Beitrag leisten kann. Privatpersonen, die ihre Abfallmenge reduzieren wollen, kaufen immer mehr verpackungsfreie, lose Produkte – dieser Markt hat 2019 in Frankreich einen Zuwachs um 41% verzeichnet und wird bis 2022 auf 3,2 Milliarden Euro steigen!4 Und auch die Unternehmen sind nicht untätig. Ob durch die Optimierung ihrer Herstellungsverfahren oder durch ihr Produkt- und Dienstleistungsangebot – den Unternehmen kommt eine Schlüsselrolle zu. Das Textil- und Hygienedienstleistungsunternehmen ELIS hat dies erkannt und die Reduzierung ihrer Umweltbelastung schon vor einigen Jahren zur Chefsache erklärt. Dank der geleisteten Anstrengungen ermöglicht das Unternehmen Kunden, die sich für die Großwäscherei statt für individuelles Waschen entscheiden, eine Reduzierung ihrer Umweltbelastung um das bis zu 10-Fache. Die Unternehmen, die La Financière de l’Echiquier bevorzugt, sind Akteure, die verstanden haben, dass Innovation, Kompensation und vor allem die Reduzierung ihrer Umweltbelastung Lösungen sind, die ihnen eine deutliche Verbesserung ihres ökologischen Fußabdrucks ermöglichen.

1 Rebound-Effekt: Die Steigerung der technologischen Effizienz von Produkten bewirkt eine Zunahme ihres Konsums.
2 Studie des Think Tank Breakthrough Institute
3 Audrey GARRIC, Le Monde, 2019

Investieren Sie in das nachhaltige Wachstum Europas

Investieren Sie in das nachhaltige Wachstum Europas

Investieren Sie in das nachhaltige Wachstum Europas

Echiquier Major SRI Growth Europe

Adrien Bommelaer
Fondsmanager des Echiquier Major SRI Growth Europe von La Financière de l’Echiquier

In welchem Anlageuniversum investieren Sie?
Der Echiquier Major SRI Growth Europe investiert in erstklassige europäische Blue Chips und Wachstumswerte mit einer Börsenkapitalisierung von über 5 Milliarden Euro. Wir konzentrieren uns auf Unternehmen, die auf ihren Märkten führend sind und ein Umsatzwachstum von über 5% pro Jahr verzeichnen ¹. Der Fonds ist ein SRI (nachhaltig)-zertifizierter Fonds, was ein wichtiger Punkt ist, denn SRI ist ein Garant für Wachstum und Qualität.

Wie wählen Sie die Wertpapiere für das Portfolio aus?
Wir suchen nach erstklassigen Unternehmen, die mit fester Hand gemanagt werden und möglichst unabhängig vom Konjunkturzyklus Wachstum erzielen. Deshalb identifizieren wir Unternehmen mit überzeugenden Wettbewerbsvorteilen – starke Marken, leistungsfähiges Vertriebsnetz, technologischer Fortschritt –, die ihnen Preissetzungsmacht verleihen. Diese Unternehmen sind in der Lage, ihr Gewinnpotenzial dauerhaft zu behaupten – aus unserer Sicht ein Garant für eine attraktive langfristige Börsenperformance. Wir investieren deshalb in Unternehmen, die im Vergleich zu ihrem Referenzindex, dem MSCI EUROPE, ein überdurchschnittliches Wachstum bei Umsatz, Betriebsergebnis und Nettogewinn je Aktie verzeichnen. Darüber hinaus investieren wir in Unternehmen mit hohem ROI (Return on Investment), der ihre Wettbewerbsvorteile widerspiegelt.

Wie berücksichtigen Sie die Kriterien für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG-Kriterien)?
SRI ist unserer Ansicht nach eine potenzielle Wachstumsquelle.
Unsere Einzeltitelauswahl beruht auf einem bewährten Verfahren, das die Beurteilung der Governance des Unternehmens und deren soziale und ökologische Wirkung ermöglicht. Die Berücksichtigung von ESG-Kriterien fördert die Wachstumsdynamik der Unternehmen und ist zudem ein Garant für den Fortbestand ihrer Geschäftsaktivität.
Man sieht, dass die Indizes für Wachstumswerte im Zehnjahresvergleich besser abschneiden als die breit gestreuten Indices und dass erstere wiederum von den SRI-Indizes übertroffen werden. Deshalb liegt unser Schwerpunkt auf den SRI-Aspekten, für die wir intern eine eigene, staatlich anerkannt Methode entwickelt haben.

Worin besteht diese Methode?
Wir organisieren systematische Treffen mit dem Management und bewerten jedes Unternehmen, in das wir investieren möchten. Zur Festlegung unseres ESG-Ratings, ein Ausschlusskriterium bei unserer Titelselektion, bewertet unser Team prioritär das Kriterium ‚Unternehmensführung‘, dem 60% des Ratings entsprechen.
Die Kriterien ‚Soziales‘ und ‚Umwelt‘ repräsentieren zusammen die restlichen 40% des Ratings. Wir stellen immer wieder fest, dass Unternehmen, die ihre ökologischen, sozialen und Governance-Probleme richtig steuern, in der Regel gut geführt werden.

Wirkt sich das ESG-Rating auch auf die Gewichtung einer Aktie aus?
Die Gewichtung eines Titels hängt in der Tat von seinem Aufwärtspotenzial ab, gleichzeitig – bis zu 0,5% des gesamten Fondsvermögens – aber auch von seinem ESG-Rating.
Dies kann man als eine Art Bonus für vorbildliche Unternehmen in Hinblick auf die angewandten ESG-Kriterien betrachten.

Wie berücksichtigen Sie das Verhältnis von Leadership und Wachstum bei Ihrer Einzeltitelauswahl?
Für jeden Wachstumssektor, der uns interessiert, legen wir drei Hauptprotagonisten fest und untersuchen ihr Wachstumsprofil und die Nachhaltigkeit dieses Wachstums. Wir arbeiten mit drei Wachstumsprofilen – demonstratives, zyklisches und sehr hohes Wachstum. Entsprechend repräsentieren Unternehmen mit demonstrativem Wachstum hinsichtlich der genannten Kriterien (Umsatzwachstum von 5 Mio. € und ROI von 20%) ca. 60% bis 80% des Portfolios. Die trifft auf Aktien wie L’Oréal, LVMH und SAP zu. Unternehmen mit zyklischem Wachstum werden im Rahmen der taktischen Allokation ins Portfolio aufgenommen (0% bis 20% des Portfolios). Dabei handelt es sich um Werte wie Michelin oder Prysmian, den italienischen Kabelhersteller.
Darüber hinaus wählen wir auch Unternehmen mit einem sehr hohen Wachstum aus, die ein jährliches Umsatzwachstum von über 7% erzielen (0% bis 20% des Portfolios). Meistens handelt es sich dabei um disruptive Geschäftsmodelle auf wachstumsstarken Märkten. Dies ist beispielsweise bei ASML und Dassault Systèmes* der Fall.

Welche Sektoren sind im Portfolio vertreten?
Das Portfolio ist in viele Technologie- und Industriewerte investiert, daneben aber auch in Unternehmen aus dem Konsumgütersektor wie z.B. Luxusgüter.
Umgekehrt werden grundsätzlich keine Positionen in Finanzwerten und im Energiesektor aufgebaut, da ihre Wachstumsdynamik hochgradig vom Konjunkturzyklus oder von exogenen Faktoren abhängig ist.

Wie sieht Ihre derzeitige Asset-Allokation aus und wie begründen Sie diese?
Wir bevorzugen Unternehmen mit demonstrativem Wachstum, die derzeit drei Viertel des Portfolios repräsentieren. Dies entspricht einer eher defensiven Positionierung, da diese Aktien ein Beta von 1 oder weniger aufweisen. Im Falle einer Baisse kann das Portfolio so seine Verluste im Vergleich zu den Börsenindizes beschränken.

Wie sieht Ihr Anlagehorizont aus?
Unsere Strategie besteht darin, langfristig in erfolgreiche Wachstumsstories zu investieren. Wir lassen uns Zeit, bisweilen mehrere Monate, bevor wir uns langfristig engagieren. Während dieser Vorlaufzeit testen wir die Stichhaltigkeit unseres Investment Case und werden schließlich bei einem attraktiven Einstiegsniveau aktiv. Unser durchschnittlicher Anlagehorizont beträgt 3 Jahre. Wir haben ein Portfolio aus rund 30 Werten aufgebaut, dessen Umschlagshäufigkeit entsprechend gering ist.

Investieren Sie ausschließlich an den europäischen Aktienmärkten?
Wir können bis zu einem Viertel des Fondsvermögens außerhalb der Europäischen Union investieren. Deshalb können wir sporadisch auch in Weltmarktführer in den USA oder Asien investieren, sofern diese unseren SRI-Kriterien entsprechen. So kamen wir beispielsweise zu dem Schluss, dass US-Unternehmen in bestimmten Sektoren wie etwa im elektronischen Zahlungsverkehr eindeutig an der Spitze liegen. Folglich positionierten wir uns in den wichtigsten Akteuren dieses Segments, d.h. Visa und Fidelity National Services*.

Schließen Sie systematisch bestimmte Aktien aus?
Ja, ausgeschlossen werden Sektoren und Unternehmen, die gegen ethische Normen verstoßen. Unsere Ausschlusspolitik erstreckt sich auf Unternehmen, die mehr als 10% ihres Umsatzes in der Tabak-, der Rüstungsindustrie oder mit fossilen Energieträgern erwirtschaften, sowie solche, die Antipersonenminen und Streubomben herstellen. Darüber hinaus werden alle Unternehmen ausgeschlossen, die gegen den Global Compact der Vereinten Nationen verstoßen, sei es im Hinblick auf die Menschenrechte, den Umweltweltschutz, die Arbeitsbedingungen oder Korruption. Dabei achten wir insbesondere auf das Vorhandensein von Kontroversen. Wir haben einen Ethikausschuss geschaffen, der die heikelsten Fälle überprüft und gegebenenfalls den Ausschluss bestimmter Aktien oder Sektoren beschließt.

¹ Diese Anlagebeschränkungen ergeben sich aus dem Investmentprozess und sind nicht im Prospekt des Fonds erwähnt
² Id.
* Das Vorhandensein der genannten Aktien im Portfolio wird zu keiner Zeit garantiert.

 

 


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Bedroht das Aussterben der Sagopalmfarne (Cycas) Ihre Anlagen?

Bedroht das Aussterben der Sagopalmfarne (Cycas) Ihre Anlagen?

Bedroht das Aussterben der Sagopalmfarne (Cycas) Ihre Anlagen?

Sonia Fasolo, SRI Fund Manager
Die palmenartigen Cycas sind die am stärksten vom Aussterben bedrohte Palmenart. Ist das beunruhigend? Betrifft uns das als Fondsmanager? Die Antwort lautet: ja! Der 2019-Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES ist unwiderruflich. Rund eine Million Tier- und Pflanzenarten – also jede vierte – ist vom Aussterben bedroht. Dabei spielen viele von ihnen eine wichtige, unersetzliche Rolle für Wirtschaft, Gesundheit, Energieerzeugung, Ernährung oder Luftqualität.

Die Natur erbringt der Weltwirtschaft jedes Jahr kostenlos ökosystembezogene Leistungen (Trinkwasser, Nahrung, Bestäubung, CO2-Absorption usw.) im Wert von 125.000 Milliarden Dollar – das entspricht dem Eineinhalbfachen des weltweiten BIP ! In anderen Worten erzeugen wir in einem Jahr nicht genug Reichtum, um die Leistungen zu bezahlen, die uns die Natur erbringt … Wir sind sogar äußerst verschwenderisch, denn am ײErderschöpfungstagײ, dem 29. Juli, hatten wir bereits sämtliche Ressourcen verbraucht, die die Erde innerhalb eines Jahres generiert.

Diese Leistungen sind lebenswichtig. So werden beispielsweise 70 % der Medikamente zur Krebsbehandlung aus natürlichen Substanzen erzeugt oder imitieren einen in der Natur zu beobachtenden Mechanismus. Natürliche marine und terrestrische Ökosysteme nehmen 60 % der durch den Menschen verursachten CO2-Emissionen auf .

Sind auch die Unternehmen betroffen?

Viele von ihnen benötigen die Biodiversität, die uns Inspiration, Rohstoffe und Energie liefert. Die Bedrohung der Biodiversität stellt ein Risiko dar, und die Unternehmen sind verpflichtet, ihre Aktionäre zu informieren: in der Erklärung zur nicht-finanziellen Performance müssen sie auf den Schutz der Biodiversität eingehen. Die Unternehmen spielen beim Schutz der Biodiversität eine wichtige Rolle. Sie können die Ressourcenverschwendung reduzieren, ihren Abfall besser verwalten oder die Auswirkungen des Endes der Nutzungsdauer ihrer Produkte reduzieren. Im Übrigen ist das in ihrem Interesse, da ihre Ressourcen aus der Natur stammen.

Als Beispiel möchten wir L’Oréal anführen, ein in Umweltfragen vorbildliches Unternehmen, da „59 % (mengenmäßig) der vom Unternehmen verwendeten Rohstoffe erneuerbar sind, d. h. 1.567 Rohstoffe, die aus rund 338 Pflanzenarten stammen“. Von diesen 338 Arten „stellen rund 12 % hohe Anforderungen im Zusammenhang mit der Biodiversität (Schutzmaßnahmen, Auswirkungen der Produktion auf die natürlichen Lebensräume usw.)“. Man wird sich problemlos des Risikos bewusst, welches das Aussterben bestimmter Arten für die Kosmetik-, Lebensmittel- oder Pharmaindustrie darstellt.

Ein weiteres gutes Beispiel ist SCA, der größte private Forstbetreiber Schwedens. Für die nachhaltige Bewirtschaftung seiner Wälder muss er 8 % der produktiven Fläche (166.000 Hektar) unberührt lassen. Es handelt sich um Zonen mit hohem ökologischem Wert. Für jeden abgeholzten Baum pflanzt SCA mindestens zwei neue. Darüber hinaus verfügt die Gruppe über die größte Baumschule der Welt, die jährlich über 100 Millionen Jungpflanzen produziert. Diese Praktiken sind notwendig, da mehr als 80 % der Tier- und Pflanzenarten unserer Erde in Wäldern leben. Durch die verantwortungsbewusste Bewirtschaftung sichert sich SCA auch den nachhaltigen Zugang zu einer Ressource, die für die anderen Aktivitäten der Gruppe (Herstellung von Zellstoff, Papier und Baustoffen) unentbehrlich ist.

Genau diese Art von Unternehmen, die in Bezug auf den Schutz der Biodiversität einen großen Ehrgeiz an den Tag legen, suchen wir für unsere SRI-Fonds. Sie sind es, die es durch die korrekte Verwaltung der Risiken im Zusammenhang mit der Biodiversität ermöglichen, auf Dauer die finanzielle Performance zu erzielen, die uns hilft, Erträge für unsere Kunden zu erwirtschaften.

Ab 2021 sollen in der EU Plastikgegenstände wie Strohhalme, Luftballonstäbe und Einmalgeschirr verboten sein. Auch andere Staaten und Regionen gehen gegen die Plastikflut vor: Die kalifornische Stadt San Francisco etwa verbietet seit einigen Jahren Plastiktüten in Supermärkten. Doch trotz neuer Gesetze, die die Produktion einschränken sollen, dürfte das Plastikaufkommen in den nächsten Jahrzehnten dramatisch wachsen.

¹ Weltbiodiversitätsrat, Bericht vom Mai 2019
² Costanza, R. et al., 2014, Changes in the global value of ecosystem services, Global Environmental Change, vol. 26
³ IPBES-Bericht