Die Lehren der Pandemie für ESG-Investitionen

Die Lehren der Pandemie für ESG-Investitionen

La Financière de l’Echiquier veröffentlicht den zweiten Umweltverträglichkeitsbericht von Echiquier Positive Impact Europe

La Financière de l’Echiquier veröffentlicht den zweiten Umweltverträglichkeitsbericht von Echiquier Positive Impact Europe

La Financière de l’Echiquier veröffentlicht den zweiten Umweltverträglichkeitsbericht von Echiquier Positive Impact Europe

 

La Financière de l’Échiquier (LFDE), Pionier im Bereich Impact Investing an den Börsenmärkten, veröffentlicht den zweiten Umweltverträglichkeitsbericht von Echiquier Positive Impact Europe, ein 2017 aufgelegter Impact-Fonds[1]. Der mit der Unterstützung eines unabhängigen Experten, Better Way, erstellte Bericht misst konkret die durch die in die Unternehmen im Portfolio getätigten Anlagen erzielten positiven Auswirkungen im Hinblick auf die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der UNO[2].

Hier ein Beispiel: Eine Million Euro, die in den Echiquier Positive Impact Europe investiert werden, tragen dazu bei:

  • 1489 Patienten medizinisch zu versorgen | SDG 3 Gesundheit und Wohlergehen
  • die Emission von 186 Tonnen CO2 dank der Erzeugung von erneuerbaren Energien oder der Verbesserung der Energieeffizienz zu vermeiden | SGD 7 Bezahlbare und saubere Energie

Dieser Bericht, der im Einklang mit LFDEs Streben nach größtmöglicher Transparenz gegenüber den Anlegern steht, verdeutlicht LFDEs Willen, Impact Investing an den Börsenmärkten, das für die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft entscheidend ist, voranzutreiben. Als Mitglied des Global Impact Investing Network (GIIN) beteiligt sich LFDE ebenfalls an zahlreichen Arbeitsgruppen und Initiativen im Finanzsektor zur Förderung des Impact Investing.

Impact Investing ist die nächste Stufe der sozial verantwortlichen Investments. Wir wollen unseren Beitrag und unser Engagement für Impact Investing weiter intensivieren, weil wir mehr denn je von der absoluten Notwendigkeit, ein robusteres und nachhaltigeres Ökosystem zu bauen, überzeugt sind.“

erklärte Sonia Fasolo, SRI-Managerin und Fondsmanagerin des Echiquier Positive Impact Europe.

Klicken Sie hier, um den zweiten Umweltverträglichkeitsbericht von Echiquier Positive Impact Europe zu lesen

[1] Der Begriff Fonds bezeichnet eine SICAV.
[2] Stand der Daten: 31.12.2019

La Financière de l’Echiquier veröffentlicht den zweiten Umweltverträglichkeitsbericht von Echiquier Positive Impact Europe

Jetzt ist der Tag danach!

Jetzt ist der Tag danach!

 

Die derzeitige beispiellose Krise lehrt uns vieles: Die Gesellschaft hat den Lockdown der Wirtschaft, die Beschneidung der Bewegungsfreiheit und die bewusste oder erzwungene Reduzierung des Konsums akzeptiert. Staaten, Unternehmen und Menschen haben gezeigt, dass sie zu gewaltigen Opfern bereit sind, wenn das Leben Hunderttausender auf dem Spiel steht.

Es wäre aber vermessen zu glauben, dass COVID-19 die einzige große Bedrohung ist, die auf uns zukommen kann. Die Erderwärmung und ihre Folgen fordert jedes Jahr bereits zahlreiche Opfer, und das ist, sofern keine radikalen Maßnahmen ergriffen werden, erst der Anfang. Wenn uns der Lockdown eines verdeutlicht hat, dann, wie schnell die Natur Oberhand gewinnen kann, um unserem Planeten eine Atempause zu gönnen. Er zeigt uns aber auch, dass diese Atempause nur von kurzer Dauer ist, wenn zwischen dem „Tag danach“ und dem „Tag davor“ nichts passiert. Doch es gibt viel Grund zur Hoffnung.

Mobilisierung der Staaten

Zahlreiche europäische Länder haben sich dafür eingesetzt, dass die wirtschaftlichen Hilfspakete an eine grüne Komponente geknüpft werden. Einer der drei Pfeiler des von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Wiederaufbauprogramms für die Jahre 2021 bis 2024 greift Elemente des „Green Deals“ auf. Dieser Deal setzt eine positive Dynamik in Gang, denn er schafft Wachstum und Arbeitsplätze. Die Kommission schätzt, dass sich das europäische BIP durch die Erreichung der Klimaziele um 1 Prozent erhöht und 1 Million neue Arbeitsplätze geschaffen werden, die Europa so dringend braucht.

Vorbildliches Verhalten der Unternehmen

Viele Unternehmen haben sich in der Krise mobilisiert und konkrete Beispiele dafür geliefert, was es bedeutet, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Die Herstellung von Schutzmasken oder Desinfektionsgel, die Kürzung oder Streichung von Dividenden, der Verzicht auf einen Teil der Vergütung seitens der Führungskräfte – spontane Initiativen gab es zuhauf. In Frankreich gaben Unternehmen wie LVMH, L’Oréal, Air Liquide und Somfy den Ton an. Unternehmenschefs aller Wirtschaftsbranchen – darunter auch der Chef von La Financière de l’Echiquier – haben sich der Green Recovery Alliance angeschlossen und sich verpflichtet, die Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel fortzusetzen oder gar zu intensivieren, damit der Wiederaufbau nach der Corona-Krise nicht zu Lasten des Planeten geht.

Durch die Aktionäre erzwungener Mentalitätswandel

Trotz der Gesundheitskrise hielten nachhaltige Investoren an ihren Zielen fest und die ermutigende bis hervorragende relative Performance während der Talfahrt der Märkte im Februar und März gab ihnen Recht. Sie haben den Druck auf Unternehmen zugunsten konkreter Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels nicht verringert. So hat ein Zusammenschluss von Investoren eine Beschlussvorlage auf der Hauptversammlung von Total eingebracht, um den Ölgiganten zur Festlegung von CO2-Zielen im Einklang mit den Zielsetzungen des Pariser Abkommens zu zwingen. LFDE – La Financière de l’Echiquier hat diese Beschlussvorlage unterstützt, denn selbst wenn die erforderliche Stimmenzahl letztendlich nicht erreicht wurde, veranschaulicht die Initiative, dass nachhaltige Investoren, deren Einfluss zahlenmäßig und in Bezug auf das verwaltete Vermögensvolumen stetig steigt, inzwischen in die Offensive gehen.

Verhaltensänderungen nach Corona

Alle diese Änderungen können nur dann von Dauer sein, wenn alle, d. h. Wähler, Verbraucher und Anleger, diese Krise als Chance für nachhaltige Verhaltensänderungen sehen und nutzen. Der Gesundheitsnotstand hat uns somit praktisch gezwungen, uns „als menschliche Spezies zu besinnen“. In seinem Buch „The Green New Deal“ verwendet Jeremy Rifkin diesen Ausdruck, um die Leser aufzurütteln und sie zum Kampf gegen den Klimawandel aufzurufen, denn das Überleben unserer Spezies stehe auf dem Spiel. Der Mentalitätswandel wird sich beschleunigen und andere Konsumgewohnheiten (mehr Produkte von lokalen Erzeugern, nachhaltige Lieferketten usw.) und auch veränderte Anlageentscheidungen zur Folge haben. Nach 2019, einem Jahr, in dem europäische Investoren ihr in Nachhaltigkeitsfonds investiertes Kapital im Vergleich zu 2018 mehr als verdoppelt hatten, war Anfang 2020 die gleiche Dynamik zu verzeichnen. Hoffnungsschimmer, die daraufhin deuten können, dass der „Tag danach“ weitaus (oder nur geringfügig?) anders aussehen könnte, als der „Tag davor“.

COVID 19 – Das “S” in ESG als Differenzierungsmerkmal von Unternehmen

COVID 19 – Das “S” in ESG als Differenzierungsmerkmal von Unternehmen

Von Ophélie Mortier, Head of Responsible Investments bei DPAM


COVID 19 – Soziale Aspekte wieder in den Vordergrund rücken

Innerhalb der Nachhaltigkeitskriterien ESG unterstreicht die Covid-19-Pandemie die Relevanz von „S“ und rückt damit soziale Fragen in den Vordergrund.

Ophélie Mortier, Head of Responsible Investments bei DPAM, verweist darauf, dass das Virus mit Blick auf die Situation einzelner Sektoren zahlreiche Ungleichheiten, aber auch die Verwundbarkeit von Versorgungsketten offengelegt hat, die durch den Globalisierungswettlauf und insbesondere durch Standortverlegungen entstanden sind. Überhaupt haben die Coronakrise und die mit ihr verbundenen Ausgangsbeschränkungen für fast ein Drittel der Weltbevölkerung die Art und Weise, wie wir arbeiten, leben und konsumieren, ernsthaft in Frage gestellt.

Für Unternehmen bietet sich in der Krise und danach ein starker Differenzierungsfaktor in der Art und Weise, wie diese mit ihren Mitarbeitern umgehen. Denn die Unterstützung eines Unternehmens durch die Mitarbeiter wird mittelfristig zu einem wichtigen Kriterium – mit gravierenden Auswirkungen auf die Unternehmenskultur. Sowohl die Unterstützung als auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter spielen eine immer wichtigere Rolle für die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit von Unternehmen.

Mit proaktiven Maßnahmen zur Unterstützung der Mitarbeiter und einem flexiblen Profil können Unternehmen nicht nur mit den Einschränkungen im Rahmen der aktuellen Situation fertig werden, sondern auch ihre Attraktivität steigern. Die heute getroffenen Maßnahmen werden sich langfristig positiv auswirken. Denn Zufriedenheit und Loyalität der Mitarbeiter beeinflussen die Produktivität, die Börsenperformance und auch die Unternehmensrendite.

In der aktuellen Krise mit ihren teils drastischen, vom Staat verordneten Eindämmungsmaßnahmen haben Unternehmen mehr denn je eine soziale und gesellschaftliche Verantwortung gegenüber ihren Bezugsgruppen. Dies ist sowohl eine Chance für diejenigen Unternehmen, die bereit sind, sich der Situation frontal zu stellen, als auch eine Bedrohung für all jene, die vor der Herausforderung kneifen.

Der durch COVID-19 verursachte Umbruch hat die Bedeutung der sozialen Säule wieder in den Vordergrund gerückt. Der verantwortungsvolle Umgang mit Humankapital bleibt ein wesentliches Element der ESG-Analyse eines jeden Unternehmens. Die von Unternehmen ergriffenen Covid-19-Maßnahmen sind kurzfristige Entscheidungen, die sich langfristig auswirken können. Arbeitnehmer und Verbraucher werden gleichermaßen darauf achten, wie die Unternehmen auf die derzeitige Unterbrechung ihrer Aktivitäten und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Abschwung reagieren. Dies können mittel- und langfristig wichtige differenzierende Faktoren sein und sich erheblich auf die Zufriedenheit und Loyalität der Mitarbeiter und Verbraucher auswirken. Investoren werden diese verschiedenen Kriterien berücksichtigen müssen, um in Zukunft erfolgreich in nachhaltige Unternehmen investieren zu können.

Den ausführlichen Kommentar von Ophélie Mortier finden Sie anbei.

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„Chapeau!“

„Chapeau!“

Hut ab! Deutsche Privatanleger haben aus der Vergangenheit gelernt und zeigen sich in der aktuellen Börsenkrise besonnener als in früheren. Das geht aus einer Umfrage unseres Hauses hervor, an der gerade mehr als 1.000 Finanzdienstleister teilnahmen. U.a. fragten wir: „Haben Sie den Eindruck, dass Ihre Kunden aus den vergangenen Krisen gelernt haben und jetzt professioneller agieren?“ 78% stimmten der Aussage zu.

Eine gute Nachricht in Zeiten, in denen diese rar sind. Die Anleger haben bis jetzt allem Anschein nach mehrheitlich auf Panikverkäufe ihrer Wertpapiere verzichtet, ihre Sparpläne, so lange es die Liquidität zuließ, durchgehalten und wo möglich zugekauft, um Einstiegspreise zu verbilligen. Ja es scheint sogar zu sein, als wenn mancher die Quarantäne dazu genutzt hätte, endlich einmal seine privaten Finanzen zu ordnen. Wie wollte man sich sonst erklären, dass einzelne Onlineplattformen überdurchschnittlich viele neue Depoteröffnungen melden.

Bleibt die Frage, welchen Umständen wir diese Entwicklung neben der unermüdlichen Aufklärungsarbeit der Finanzberater und Medien verdanken. Sicherlich einem Mangel an attraktiven Anlagealternativen. Komfortable Rückzugsräume in Form attraktiver risikoarmer oder risikoloser Renditen gehören der Vergangenheit an. Darüber hinaus beließ der schnelle und heftige Corona-Kursrutsch wenig Reaktionszeit. Viele wollten mit Blick auf den entstandenen Schaden und den inneren Wert der Papiere nicht mehr verkaufen. Aber auch der Erfahrungsschatz dürfte eine Rolle spielen. Die Anleger haben aus vergangenen Krisen gelernt, wissen inzwischen um die Schwierigkeiten des Market-Timings und unterstellen Kurserholungen, die sie dank ausreichender Anlagehorizonte geduldig erwarten können.

Nachhaltigkeit? Jetzt gerade!

Nachhaltigkeit? Jetzt gerade!

„Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal etwas von Greta Thunberg gehört? Oder auch: „Der Corona- Virus hat für die (Um-)Welt in zwei Monaten mehr getan als staatliche Regulierung in fünf Jahren. Haben Sie Sätze dieser Art in den letzten Wochen auch schon mal gehört?

Vielleicht sind physische Versammlungen Marke „Fridays for Future“ derzeit aus der Mode, in jedem Fall aber untersagt. Viele Kinder würden jetzt freitags gerne zur Schule gehen und dürfen es nicht. Und ja, in den Kanälen Venedigs kann man vielerorts wieder den Grund sehen. Und auch die Luftaufnahmen chinesischer Metropolen zeugen von geringerer Smogbelastung. Schon hat der eine oder andere spirituell veranlagte Mensch die „unsichtbare Hand“ der Natur im Verdacht, ihr im Gewand des Virus im wahrsten Sinne des Wortes Luft zu verschaffen und der an ihr klebenden menschlichen Klette einen Denkzettel zu verpassen.

Die spannende Frage lautet aber doch eigentlich: „Wie wird sich die Situation verändern, wenn wir den sprichwörtlichen Riemen wieder auf die Orgel schmeißen und anfahren?“ Müssen die Schornsteine dann um jeden Preis rauchen? Kommt dann im Sinne der Bedürfnispyramide nach Maslow und der Dreigroschenoper nach Brecht wieder erst das Fressen und dann die Moral?

Wir wollen es nicht hoffen! Es wäre zu schade! Und eine ganze Menge Gründe sprechen dagegen. So steht beispielsweise nicht zu erwarten, dass die eingeleiteten Regulierungsmaßnahmen revidiert werden. Ganz im Gegenteil. Dringend benötigte staatliche Unterstützungen, Prämien und Kredite, können jetzt neben ökonomischen, auch an nachhaltige Bedingungen geknüpft werden. Nachhaltige Kapitalanlagen und Investitionen, können gefördert werden. Zudem haben die jüngsten Einschränkungen der Bewegungsfreiheit die Menschen unfreiwillig digitalisiert und ihre Wertvorstellungen vielfach neu justiert und priorisiert, was längerfristig positive Verhaltensänderungen mit Blick auf das gesellschaftliche Zusammenleben, die Mobilität und den Verbrauch von Ressourcen bewirken könnte.

Wir dürfen die Chance nicht ungenutzt lassen, gerade jetzt, eine nachhaltigere Normalität zu schaffen, zu der wir wieder zurückkehren wollen.