Tag 1 - 24.06.2026 | Mittwoch, 24.06.2026
Back to the roots?
Was bleibt von der Nachhaltigkeitsagenda? (Auftaktdiskussion)
Der Hype um erneuerbare Energien, die Risikoadjustierung und Outperformance mittels nachhaltiger
Selektionsfilter und die moralische Verpflichtung, einen ökologischen und sozialen Impact erzielen
zu müssen, liegt inzwischen fünf Jahre zurück. Es ist auffallend still geworden, was uns dazu bewegt,
in einer Bestandsaufnahme die Gründe zu hinterfragen und auf der Suche nach grüner Glut in die Asche
der Sustainability-Begeisterung früherer Tage zu blasen. Wir wollen wissen, was falsch gelaufen ist, den
Status quo untersuchen und einen Blick in die Zukunft richten. Hier kommen Anbieter, Investoren,
Verbände und Vertreter der Wissenschaft zu Wort.

Was Investoren wirklich wollen
Nachhaltigkeit arbeitet mit unbestimmten Begriffen, unterschiedlichen
Konzepten, konzentriert sich teilweise auf Einzelaspekte.
Das kann Investoren verwirren. Die stehen gleich zu Beginn vor
einer Vielzahl von Teilthemen und in einem Schlagwort-Dschungel
von Best-in-class bis zu Impact. Entscheidend im Vorfeld ist jedoch,
was Anlegern wirklich wichtig ist, welche Ziele sie verfolgen.
Einige der Grundsatzfragen: Wollen sie nur die größten Nachhaltigkeitssünder
vermeiden oder mit ihrem Geld etwas Positives bewirken? Suchen sie einen
umfassenden Ansatz oder besondere Ausrichtungen in der Spanne von
Klimaneutralität bis Artenschutz? Experten bringen Licht in die Investoren-Agenden.

Ausschlusskriterien im Realitäts-Check
Neuere Entwicklungen stellen früher populäre Grundsatzentscheidungen in
Frage. So galten Waffenproduzenten per se als inakzeptabel, Atomkraft war
strittig. Diese Themen könnten heute nach den geopolitischen Umwälzungen
anders bewertet werden. Darüber hinaus werfen die Fortschritte bei der
Gentechnik mit Blick auf Nahrungsmittelsicherheit und Gesundheit sowie die
technologische Revolution durch Künstliche Intelligenz mit teilweise schädlichen
Folgen ebenfalls die Frage auf, wie hier aktive Unternehmen bei nachhaltigen
Ansätzen einzustufen sind. So müssen die traditionellen Ausschlusskriterien
möglicherweise an neue Realitäten und Werturteile angepasst werden.
Welche Argumente sprechen in den einzelnen Fällen dafür, welche dagegen?
Wir machen die Diskussionslage transparent.

Tag 2 - 25.06.2026 | Donnerstag, 25.06.2026
Energiewende: Jetzt erst recht?
Der Preisanstieg bei Öl und Gas im Zuge der kriegerischen Aus-
einandersetzungen in der Ukraine und im nahen Osten und seine Auswirkungen
auf die Mobilität, das Wohnen und die industriellen Prozesse haben die
Bedeutung und Sensibilität des Faktors „Energie“ unterstrichen. Sind wir
politisch, gesellschaftlich und ökonomisch auf dem richtigen Weg? Welche
Fehler wurden gemacht? Müssen wir umdenken? Und wie können Investoren die
Entwicklungen jetzt nutzen?
Die Folgen der geopolitischen Umwälzungen geben den Anbietern
klimabezogener Strategien und Beratern weitere Absatzargumente. Dennoch
bleiben einige weitere Fragen offen, die beantwortet werden müssen: Was kostet
die Transformation und wer bezahlt sie? Die Diskussion widmet sich sowohl den
nötigen finanziellen Anstrengungen als auch den Konzepten zukunftsfähiger
Klimafonds.

Von Filtern, Strategien, Marketing und dem Streit um die wahre Lehre: Hauptsache die Richtung stimmt?
„ESG“, „SRI“, „Sustainability“, „Ethik“, „Impact“ und „Transition“: Welche
Begrifflichkeiten sind in den Augen der Anleger und Berater vorbelastet, um nicht
zu sagen ausgebrannt und welche Narrative tragen den Nachhaltigkeitsgedanken
erfolgreich in die Zukunft? Wie wichtig sind den Investoren überhaupt Filter,
Ausschlusskriterien, Deklarierungen und Siegel?
„Cleantech“, „New Energy“, „Hydro-Energy“ „Renewables“, „Water“ und „Climate“.
Welche Themen haben gezogen und womit haben Investoren in den letzten
Jahren wirklich Geld verdient? Wie haben sich die Bewertungen der
zugrundeliegenden Titel und Branchen in den letzten Jahren entwickelt und
welche Themen und Strategien erscheinen derzeit besonders attraktiv?
